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Bewertung von Schwimmbädern
nach AusländerInnenanteil
Die Mitarbeiter
eines Online-Magazins haben Wiener Schwimmbäder
bewertet und Tipps für Bäder ohne AusländerInnen
gegeben.
In der Hitze der
Stadt hilft ein Sprung ins kühle Nass. Bei der
Wahl des Schwimmbades hilft das Online-Magazin
Wien-konkret gerne weiter. Es hat bereits mehr
als zwanzig Bäder bewertet. Dabei wählen die
MitarbeiterInnen von Wien-konkret unter anderem
als Kriterium, ob AusländerInnen in den Bädern
sind und Vermutungen über ihre
Staatsbürgerschaft angestellt, wobei Angehörige
einige Nationen weniger störend erscheinen als
andere.
Unter dem Eintrag über das Waldbad Penzing liest
man 'Publikum: Es gibt auch einige
deutschsprachige Badegäste hier.' Über das
Amalienbad heißt es, 'es gibt auch Österreicher,
allerdings nicht sehr viele'. Beim Schönbrunner
Bad in Hietzing wird der geringe Ausländeranteil
hervorgehoben: 'Viele Schwimmsportler, exklusive
Preise - exklusives Publikum, geringer
Ausländeranteil (ein paar Franzosen, Italiener,
Russen).'
Der Herausgeber von Wien-konkret, Robert
Marschall, sieht die Kritik als 'eine versuchte
Unterstellung einer Ausländerfeindlichkeit'. Im
Impressum wird erklärt: 'Die Redaktion von
www.wien-konkret.at fühlt sich
zu einer stadt- und weltoffenen Weltanschauung
verpflichtet. Wir respektieren die verschiedenen
Religionen und Kulturen in unserer Stadt.' Die
dargestellte Vorgangsweise zeigt jedoch genau
das Gegenteil. Es kommt zu plumpen rassistischen
Zuschreibungen, die Aussagen über die
Erholungsqualität im Bad für die BesucherInnen
der Website wiedergeben (wobei anscheinend
angenommen wird, dass nur
MehrheitsösterreicherInnen Wieninformationen auf
diesem Portal einholen würden)
Auf der Internetplattform Facebook hat sich
jetzt Widerstand gegen die konkret -Bewertungen
gebildet: WienerInnen mit Migrationshintergrund
werden aufgerufen, sich bei der Aktion 'Baden
mit Ausländern' zu beteiligen. Man wolle 'die
Statistik ein bissl durcheinanderbringen', heißt
es auf Facebook. Die Aktion fand am Mittwoch, 14
bis 20 Uhr, im·Schönbrunner Bad statt.
Quelle:
www.no-racism.net
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